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Ernährungsmedizin in Wuppertal

Wenn bewusste Ernährung allein nicht weiterhilft

Was ist Ernährungsmedizin – kurz erklärt?

Ernährungsmedizin betrachtet nicht nur, was Sie essen. Sie verbindet Ihre Beschwerden, Ihre Ernährungsgewohnheiten und Ihre gesundheitliche Vorgeschichte. Ziel ist keine weitere Standarddiät, sondern eine medizinisch begründete Einschätzung, welche Veränderungen zu Ihrem Stoffwechsel, Ihrer Verdauung und Ihrem Alltag passen könnten.

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Wenn Sie sich bewusst ernähren
und Beschwerden trotzdem bleiben

Sie achten auf Ihre Ernährung, verzichten möglicherweise bereits auf einzelne Lebensmittel oder haben verschiedene Empfehlungen ausprobiert. Trotzdem bleiben Blähungen, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Gewichtsschwankungen oder das Gefühl, nicht richtig leistungsfähig zu sein.

Dann reicht die Frage „Was sollte ich essen?“ häufig nicht mehr aus. Wichtiger wird die Frage, warum Ihr Körper so reagiert.

In der Ernährungsmedizin werden Lebensmittel deshalb nicht isoliert betrachtet. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Beschwerden, Stoffwechsel, Verdauung, Vorerkrankungen, Medikamenten und Ihren persönlichen Lebensgewohnheiten.

Ernährung als Schlüssel zu Ihrem Wohlbefinden. Eine junge Frau macht sich gerade etwas gesundes zu Essen.

„Ich habe in der Klinik begonnen und führe seit vielen Jahren eine eigene Praxis. Ich weiß, wie eng Stoffwechsel und Energie zusammenhängen. Wer ständig müde ist, denkt selten zuerst an die Ernährung. Aus der Inneren Medizin weiß ich, wie eng Stoffwechsel und Energie zusammenhängen — deshalb fange ich dort an zu suchen.“

Die Evolution unserer Ernährung

Die letzten hundert Jahre haben unsere Essgewohnheiten erheblich verändert. Immer mehr industriell verarbeitete Lebensmittel mit Zusätzen wie Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen machen einen großen Teil unserer Ernährung aus. Gleichzeitig konsumieren wir weniger Ballaststoffe und dafür mehr Zucker, Kohlenhydrate und Salz. Diese Veränderungen haben weitreichende Folgen für unsere Gesundheit – insbesondere auf die Gesundheit unseres Darms.
Das Mikrobiom, die Gesamtheit der Mikroorganismen in unserem Darm, ist die Basis für unser Wohlbefinden. Eine ungesunde Ernährung kann die Vielfalt und Balance dieser Mikroben stören, was zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen kann. Mögliche Folgen reichen von Verdauungsbeschwerden bis hin zu schwerwiegenden Krankheiten wie Leberzirrhose oder chronischen Darmentzündungen. Ein angeschlagener Darm kann unser Immunsystem schwächen und damit die gesamte Gesundheit beeinträchtigen.

Die Rolle
der Ernährungsmedizin

Die Ernährungsmedizin nutzt die Erkenntnisse der humanen Ernährung, um Krankheiten zu heilen oder zu lindern. In unserer Praxis setzen wir diese interdisziplinäre Methode gezielt ein, um zusammenhängende Krankheitsbilder zu erkennen und zu behandeln. Insbesondere angesichts der ständig steigenden Anzahl übergewichtiger Menschen und der damit verbundenen Folgeerkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden präventive Maßnahmen immer wichtiger.

Übersäuerung im Fokus
Wenn der Körper aus dem Gleichgewicht gerät

Der Säure-Basen-Haushalt unseres Körpers wird oft übersehen, spielt jedoch eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit. Eine Störung dieses Gleichgewichts kann zu verschiedenen Erkrankungen führen, die ein besseres Verständnis und eine gezielte Behandlung erfordern.

Arten der Übersäuerung

Es gibt zwei Hauptformen der Übersäuerung (Azidose): die globale, die das Blut betrifft, und die lokale, die im Gewebe und in der Muskulatur auftritt. Globale Übersäuerung kann akut, beispielsweise durch Nierenversagen, auftreten und stellt einen medizinischen Notfall dar. Latente Übersäuerung hingegen kann chronisch werden und verschiedene Erkrankungen, wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Allergien und Migräne, begünstigen. Stress und einseitige Ernährung führen häufig zu einer unbemerkt bleibenden zellulären Übersäuerung, die laut aktuellen Studien bis zu 90 % der Bevölkerung betreffen kann. Diese latente Übersäuerung beeinträchtigt den Austausch zwischen Zellen, indem sie den Nährstofftransport und die Ausscheidung von Abfallprodukten negativ beeinflusst.

Lokale Übersäuerung – Ursachen und Auswirkungen

Lokale Übersäuerung entsteht häufig durch Bewegungsmangel, Muskelverspannungen oder Entzündungen. Diese Faktoren führen zu einem gestörten Stoffwechsel und einem Rückstau von Säuren im Gewebe, was Schmerzen im Bewegungsapparat hervorrufen kann. Zu den typischen Beschwerden zählen Rückenschmerzen, Fersensporn und Karpaltunnelsyndrom.

Bedeutung des Säure-Basen-Ausgleichs

Ein ausgewogenes Säure-Basen-Verhältnis ist entscheidend für die Schmerzlinderung und die allgemeine Gesundheit. Die eigene Ernährung hat dabei einen maßgeblichen Einfluss: Säurebildende Nahrungsmittel wie Fleisch und Milchprodukte sollten reduziert werden. Stattdessen sind basische Lebensmittel wie Gemüse, Obst und Nüsse wichtig. Wir betrachten Sie individuell und ganzheitlich, um ein ausgewogenes Verhältnis zu fördern und Ihren Stoffwechsel zu unterstützen.

Ernährung und Gesundheit – Ihr Weg zu mehr Vitalität und Wohlbefinden

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit entsteht, wenn der Körper bestimmte Lebensmittel oder deren Bestandteile nicht richtig verdauen oder aufnehmen kann. Dies geschieht häufig aufgrund einer gestörten Darmbarriere – einem Zustand, der oft als „Leaky Gut“ bezeichnet wird. Dabei gelangen unverdaute Nahrungsbestandteile in den Blutkreislauf und werden als fremd erkannt, was zu allergischen Reaktionen führt. Typische Symptome sind Magenschmerzen, Übelkeit, Durchfall und sogar Gewichtsabnahme.

Angefangen bei der präzisen Diagnostik bis hin zu einem maßgeschneiderten Therapieansatz, der sowohl medikamentöse Behandlungen als auch einen gezielten Aufbau der Darmflora umfasst, unterstützen wir gezielt Ihre Genesung. Eine Darmsanierung kann helfen, den Zustand Ihres Mikrobioms zu verbessern und damit die Symptome zu lindern.
Häufige Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder Immunprobleme haben ihren Ursprung oft in einer ungünstigen Ernährung. Bei Ihrer ernährungsmedizinischen Betreuung arbeiten wir zusammen an einem individuellen Ernährungsplan, um Ihren Stoffwechsel wieder in Schwung zu bringen. Oft genügen kleine Veränderungen, um Ihre Vitalität zu steigern und das allgemeine Wohlbefinden erheblich zu verbessern.
Durch die richtige Ernährung können Sie nicht nur Ihre Nahrungsmittelunverträglichkeiten besser handhaben, sondern auch Ihr allgemeines Wohlbefinden verbessern, Ihre Vitalität zurückgewinnen und langfristig Ihre Lebensqualität steigern. Jede kleine Entscheidung für eine gesunde Ernährung ist ein Schritt in eine positive Richtung.

Nutzen Sie die Möglichkeiten unserer Ernährungsmedizin, um Ihre Gesundheit nachhaltig zu verbessern. Egal, ob Sie an Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden, anhaltende Müdigkeit spüren oder einfach nur Ihr Wohlbefinden optimieren möchten – wir unterstützen Sie.
Häufige Fragen

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Ernährungsmedizin und einer normalen Ernährungsberatung?
Ernährungsmedizin ordnet Ernährung in einen medizinischen Zusammenhang ein, etwa zu Stoffwechsel, Verdauung und Beschwerden. Sie geht über allgemeine Ernährungstipps hinaus.

Im Mittelpunkt steht Ihre individuelle Situation, nicht ein Standard-Diätplan.
Das Mikrobiom ist die Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm. Es kann Stoffwechsel und Wohlbefinden beeinflussen.

In der Beratung schauen wir, wie eine gezielte Ernährung das Mikrobiom unterstützen kann.
Mögliche Anlässe sind Verdauungsbeschwerden, anhaltende Müdigkeit, Stoffwechselthemen oder der Wunsch nach mehr Vitalität.

Ob die Beratung für Sie passt, klären wir im Gespräch anhand Ihrer Ziele und Vorgeschichte.
Nein. Mikronährstoffe werden nur dann gezielt eingesetzt, wenn dafür ein nachvollziehbarer Grund besteht.

Mehr dazu auf der Seite zur Mikronährstoff- und orthomolekularen Medizin.
Nein. Sie kann eine Behandlung ergänzen, ersetzt aber keine notwendige medizinische Therapie.

Bei Hinweisen auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung verweisen wir gezielt weiter.
Die Praxis ist eine Privat- und Selbstzahlerpraxis. Gesetzlich Versicherte tragen die Kosten in der Regel selbst.

Privatversicherte klären die Erstattung am besten vorab mit ihrer Versicherung.

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